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Futterumstellung IMMER schrittweise

Eine Futterumstellung sollte IMMER schrittweise erfolgen.

Die Enzyme und Bakterien in den Verdauungsorganen können sich dann anpassen. Die Faustregel lautet:

1. Woche 1/4 neues Futter

2. Woche 1/2 neues Futter

3. Woche 3/4 neues Futter

4. Woche wird nur noch das neue Futter gegeben.

Grundsätzlich ist Feuchtfutter das artgerechteste Futter. Eigentlich klar, denn es entspricht am ehesten der ursprünglichen Beute. Kein Tier in der Natur findet Trockenfutter vor. Alleine das sollte uns schon zu denken geben. Daher - erste Wahl - Feuchtfutter, zweite Wahl - Trockenfutter, so qualitativ es auch sein mag. Trockenfutter ist zwar immer kostengünstiger, das jedoch nur vordergründig. Denn z.B. Giardien lieben Kohlehydrate, in Trockenfutter sind schon produktionsbedingt mehr Kohlehydrate enthalten.  Wer Giardien vorbeugen möchte sollte kohlehydratarm und faserreich füttern. Das kann kein Trockenfutter.

Wenn du mehr über artgerechtes, gesunderhaltendes Futter aus lebensmitteltauglichen Rohstoffen ohne künstliche Zusatzstoffe wissen möchtest, kontaktiere mich. Wir vereinbaren einen Termin für eine Futterberatung. Am besten meldest du dich gleich:

https://reico-vital.com/angelika.woerndl

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Achtung Vergiftungsgefahr

Leider schon wieder ein Vorfall, der mir bekannt wurde, von absichtlicher Vergiftung von Hunden. Nicht, dass jemand etwas über den Zaun geworfen hätte, nein, der Vergifter hat sogar die Hundebesitzer höflich gefragt, ob er dem Hund ein Leckerli geben darf.

Unglaublich, aber leider wahr. Die Leckerlis waren Gift.

Schon vor Jahren ist so etwas in der Stadt Salzburg, damals war es ein Pärchen, mehrfach geschehen. Es gibt einfach boshafte und (meiner Meinung nach) geisteskranke Leute. Kürzlich ist es wieder passiert, es war ein Mann.

Bitte, auch wenn es sonderbar klingt, lasst NIE einen Fremden euren Hund füttern. Wenn, dann nur mit Leckerlies, die ihr mithabt.

Es ist auch nicht unhöflich einfach NEIN zu sagen. Auch Hunde sollten lernen, nie etwas von Fremden zu nehmen.

In Hinblick auf diese traurigen Umstände werde ich voraussichtlich im Herbst ein Futterverweigerunsseminar anbieten.  Auch das Verweigern von Fundstücken wird dabei geübt werden. Aber abgesehen davon, bitte lasst eure Hunde nur mit euren eigenen Leckerlies von Fremden füttern. Es ist zwar unvorstellbar, dass jemand so etwas macht, nur wie Vieles, das wir uns nicht vorstellen konnten, leider Realität.

 

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Der/die Wichtigste zuerst

Wie sieht bei euch die Begrüßung aus? Wenn ihr selbst nach Hause kommt, wenn Familienmitglieder nach Hause kommen, wenn Besuch kommt?

Wer / wie / in welcher Reihenfolge wird begrüßt? Der Mensch oder der Hund – in den meisten Fällen wird erfahrungsgemäß die Antwort sein: Der Hund. Weil der am schnellsten bei der Tür ist, weil er/sie als Welpe so süß war und es wurde so zur Gewohnheit und wird vom Hund mittlerweile als sein gutes Recht gesehen.

Was aber macht das mit dem Selbstbewusstsein von euerem Vierbeiner? In der Regel wird bei uns Menschen auch der oder die Wichtigste zuerst begrüßt. Der oder die Wichtigste hat natürlich auch in vielen anderen Belangen das Sagen und wertet Signale von seinen „Untergebenen“ als Empfehlung. Für einen entspannten Alltag mit Hund ist das natürlich nicht förderlich.

Wenn ihr nach Hause kommt, macht das unspektakulär. Ignoriert den Hund – zumindest ein paar Minuten. Tretet ein, hängt den Mantel auf, zieht die Schuhe aus, tragt eventuell Einkäufe in die Küche, usw. – Familienmitglieder – also menschliche Familienmitglieder – werden zuerst begrüßt, dann erst euer Hund, das ist für den Respekt und die Selbstwahrnehmung des Hundes wirklich wichtig.

Das bricht eurem vierbeinigen Liebling vielleicht einen minimalen Zacken aus der Krone – aber glaubt mir, das wird er/sie verkraften – vor allem seine Selbstwahrnehmung etwas zurechtrücken und es ist ein wichtiger Schritt in einen entspannten Alltag mit Hund.

Denn wer die Krone auf hat, hat das Sagen und folgt seinen „Untergebenen“ nur wenn er Lust und Laune dazu hat.

 

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Abseits?

Die meisten von uns haben keine Jagdhunde - zumindest keine ausgebildeten und für genau diesen Zweck trainierte Hunde.

Im Gegensatz dazu hat praktisch jeder Hund einen Jagdtrieb. Je nach Rasse unterscheidet sich die Ausprägung - denn die verschiedenen Rassen wurden auf verschiedene Ausprägungen des Beutetriebes selektiert. Einen Beutetrieb hat jedoch jeder Hund. Nur dem einen geht es "lediglich" um den Spaß Wild hinterherzurennen, andere würden auch Wild erlegen.

Nichts davon ist unseren Familienhunden erlaubt - und das ist richtig so.

Oft höre ich die Ausrede "er rennt eh nur hinterher, erwischen tut er eh nix" - das ist völlig egal. Unsere Familienhunde haben Wild auch nicht "nur" aus Spaß zu hetzen.

Meine Hunde dürfen nicht auf die Wiese / die Felder / in den Wald. Gestattet ist nur der Weg, der reicht auch völlig. Der Rest gehört dem Wild oder ist bewirtschafteter Grund, ganz einfach. Die Aufgabe von uns Hundehaltern ist es, unseren Hunden das zu lehren und es auch durchzusetzen. Gerne könnt ihr euch die Videos von mir bzw. meinen Hunden auf Facebook / Instagram / TicToc ansehen. Ich filme oft mit bei meinen Spaziergängen in der Natur. Diese Spaziergänge dauern meist zwischen 30 Minuten und zwei Stunden. Dabei muss ich oft gar nichts mehr sagen - den Hunden (fast) keine Kommandos mehr geben. Denn mittlerweile wissen sie, dass sie abseits der Wege nichts verloren haben. Wenn es sie doch mal mehr als  ca. einen halben oder einen Meter neben den Weg kommen, dann werden sie akustisch (bei mir einfach "raus") korrigiert. Das reicht - sie kehren auf den Weg zurück.

Gestern ist ein Hase in 1,5 Meter Entfernung von uns bei einem Baum gekauert - meine Hunde haben ihn wahrgenommen, haben ihn auch "angezeigt" -  ich habe sie am Weg ins "Sitz" geschickt und der Hase ist dann losgerannt - meine Hunde haben vom Weg aus zugesehen. Natürlich hätte es besonders Cid in seinem jugendlichen Alter interessiert hinterher zu hetzen - nur er weiß, das darf er nicht. Das durfte er nie. Ich finde, das gehört einfach bei der Hundeausbildung dazu - dass der Hund, der nicht jagdlich ausgebildet ist oder ausgebildet wird, absolut nichts abseits der Wege zu suchen hat. Rettungshunde beim Training und im Einsatz mal ausgenommen.

Gehen, rennen, spielen können wir ausreichend auf den Wegen. Man kann als Beschäftigung auch etwas am Wegesrand verstecken, den Hund dann erschnüffeln lassen, das Spielzeug entlang dem Weg werfen. Ich fühle mich nicht eingeschränkt dadurch, dass ich mit meinen Hunden "nur" die Wege benutze. Die Wege reichen völlig.

In diesem Sinne - viel Spaß in der Natur - in dem Teil, in dem wir uns auch mit unseren Hunden bewegen dürfen - auf den Wegen. Ein verlässlicher Rückruf sollte auch da unter allen Umständen gegeben sein - sonst gehört der Hund an die Leine / Schleppleine - ohne Ausnahme.

Weglaufender Hase, wir schauen zu

Sitz auf Distanz bei Wegkreuzungen

Wildsichtung und Sitz auf Distanz

Rückruf aus Verfolgung

Die 3 Musketiere - Sitz auf Distanz

Cid 10 Wochen alt - Rückruf am Forstweg

50cm breiter Weg reicht auch - und nicht außer Sicht gehen

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Der Hund kann alles - nur Frust kann er nicht

Wie oft höre ich in Gesprächen mit Hundebesitzern eine ganze Aufzählung was denn ihr Hund schon so alles kann.....

Er kann "Pfote", "Rolle", "mach Männchen", "tot stellen", ... alle möglichen Kunststücke..... ich stelle dann oft eine einzige Frage und ernte einen verwunderten Blick:

"Kann er auch Frust"?.......

Fast immer stellt sich heraus, dass der vierbeinige Liebling Frust so gar nicht kann, ganz und gar nicht. Wie ein verzogenes Kind will der geliebte Vierbeiner immer und sofort das was ihn gerade interessiert und vertritt dieses Wollen auch mit aller Vehemenz und sogar Übergriffigkeiten und nicht selten wird sein Mensch auch "korrigiert", verharmlosend oft als "zwicken" bezeichnet von dem zurechtgewiesenen Herrchen oder Frauchen - für mich ein absolutes Alarmzeichen.

Jeder von uns musste lernen mit Frust umzugehen - schon im Kleinkindalter - das ist auch notwendig für ein geordnetes Zusammenleben. Wir haben gelernt, dass wir nicht jederzeit das machen und haben können, was wir uns gerade wünschen / was wir sehen / was uns gefällt.....

Hunden wird dieses Können oft nicht vermittelt - Frust ertragen können ist jedoch auch für einen Hund absolut wichtig und ein großer Baustein für ein geordnetes und entspanntes Zusammenleben von Hund und Mensch.

In diesem Sinne - frustriert eure Hunde - sonst werden sie zu fordernden Nervensägen und noch dazu immer unzufriedener.